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Sicheres Radfahren bei Schnee und Eis

verfaßt am 7. Februar 2012 von Thomas Etzlstorfer

Aufgrund der Kältewelle der letzten Tage und des nun doch noch einsetzenden Schneefalls möchte ich den tapferen Ganzjahres-Radlern einige Tipps und Hilfen mit auf den täglichen (Arbeits-)weg geben.

Da auch ich das ganze Jahr über das Fahrrad als Verkehrsmittel meiner Wahl verwende, habe sich für mich einige Tricks und Methoden bei glatter oder schneebedeckter Fahrbahn im Alltag bewährt.

Defensiv und vorausschauend fahren

Es versteht natürlich von selbst, das man als Radfahrer bei widrigen Wetterbedingungen besonders vorausschauend und defensiv fahren sollte. Auch empfiehlt es sich z.B. für die Fahrt zur Arbeit einfach mal 10 Minuten mehr einzuplanen, um so ganz entspannt und ohne Zeitdruck unterwegs zu sein.

Radwege benützen

Ebenfalls eine Selbstverständlichkeit ist das Benützen von Radwegen. Es ist für einen Radfahrer schon sehr bedrohlich, eine ganze Kolonne von Autos hinter sich zu wissen, während man auf glattem Untergrund dahin-radelt!

Passende Bereifung, niedriger Luftdruck

Reifen aus weichem und griffigem Gummi und ein entsprechend grobes Profil sind im Winter absolute Pflicht. Für weitere Fahrten im Schnee oder Eis sollte man eventuell sogar Spike-Reifen (vielleicht für das Zweitrad?) in Erwägung ziehen.

Um die Aufstandsfläche des Reifen zu erhöhen kann man auch den Luftdruck in den Reifen auf den Mindestdruck (ist auf der Flanke des Reifen aufgedruckt) absenken.

Sattel niedriger stellen

Um mit beiden Füßen sicher den Boden erreichen zu können und auch um den Schwerpunkt niedrig zu halten, sollte man den Sattel etwas absenken. Da die meisten Fahrräder mit Sattelschnellspannern ausgerüstet sind, ist dies normalerweise kein Problem.

Den Blick nach vorne richten

Um auch beim Wegrutschen des Vorder- oder Hinterrades die Balance zu halten, sollte man den Blick steht's nach vorne richten. Man sollte sich abgewöhnen, auf den Bereich direkt vor oder gar auf das Vorderrad zu blicken. Dann genügt nämlich ein kleiner Schlenker des Vorderrades und man verliert das Gleichgewicht.

Raus aus dem Sattel

Sobald es richtig rutschig wird, sollte man nur noch im Wiegetritt fahren. Bleibt man nämlich fest im Sattel sitzen, bringt jede kleine, seitliche Bewegung des Fahrrades den Körper aus der Balance. Statt dessen sollte man sich aufrichten oder zumindest leicht über dem Sattel "schweben". So kann man das Fahrrad sozusagen unter sich "arbeiten" lassen.

Hinterbremse benützen

Die Vorderbremse ist bei glatten Straßenverhältnissen mit besonderer Vorsicht zu behandeln. Gerät nämlich das Vorderrad ins schleudern, ist ein Sturz meist unvermeidlich.

Fazit

Beherzigt man einige Grundregeln kann das Radln im Schnee sogar richtig Spaß machen! Und mit der entsprechenden Ausrüstung und Bekleidung kann auch im Winter das Auto getrost den Parkplatz hüten ;-)

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