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Überlegungen vor dem Radkauf

verfaßt am 28. Mai 2011 von Thomas Etzlstorfer

Der Entschluß steht fest: Ein neues Radl muß her. Aber ein passendes! Auf mich abgestimmtes! Das genau meine Ansprüche erfüllt! Und cool aussehen muß es sowieso!

Aber wer die Wahl hat hat die Qual. Das Angebot an verschiedenen Modellen ist manchmal schwer zu überblicken und beginnt nicht erst bei der Auswahl der ansprechendsten Farbe.

Ich möchte hier paar kurze Tips und Hilfen zur Entscheidungsfindung geben.

Der Einsatzzweck bestimmt

Als allererstes sollte man sich überlegen, wofür man das Rad überhaupt verwenden möchte. Werde ich nur in der Stadt unterwegs sein und damit meine Einkäufe erledigen? Oder möchte ich das Bike ausschließlich als Trainings- und Sportgerät einsetzen? Vielleicht unternehme ich gerne ausgedehnte Radwanderungen und suche eine zuverlässiges aber auch komfortables Tourenrad.

Auch sollte man abwägen, auf welchem Terrain man hauptsächlich unterwegs sein wird. Fahre ich die meiste Zeit auf asphaltierten Radwegen und vielleicht nur ab und zu mal auf einem Wald- oder Feldweg, ist vielleicht ein Touren- oder Trekkingbike einem MTB vorzuziehen. Sollte ich dann doch mal in die Verlegenheit kommen und ein-, zweimal im Jahr das Tourenrad durch einen kurzen, mit diesem Rad nicht fahrbarem Geländeabschnitt schieben zu müssen, wird dies auch nicht allzu schlimm sein. Dafür genieße ich den Rest des Jahres die Vorzüge, die ein solches Tourenrad gegenüber einem MTB auf der Straße bietet.

Benötigte Ausstattung

Welche Ausstattung man am Fahrrad unbedingt benötigt sollte man sich ebenfalls schon vor dem Kauf überlegen. Fährt man z.B. mit dem Rad häufig bei Nacht, wäre eine fixe Lichtanlage mit Nabendynamo sicherlich besser geeignet als eine nachträglich montierte Akku- oder Batterielichtanlage.

Soll das Radl fest montierte Kotflügel haben? Wird ein Gepäcksträger oder ein Seitenständer benötigt? Möchte man am Rad einen Einkaufskorb, eine Packtasche oder gar einen Kindersitz anbringen?

Auch bezüglich der bevorzugten Komponenten sollte man sich Gedanken machen. Ist man häufig im Gelände unterwegs, wären Scheibenbremse, vielleicht sogar ein gefederter Hinterbau ("Fully") anzuraten. Bei einem reinen Stadtrad kann darauf getrost verzichten und so Geld und meist auch Gewicht einsparen.

Von - bis: Die Preisklasse

Der Anwendungsbereich bestimmt natürlich auch die Preisklasse. Ein Gelegenheitsradler wird natürlich weniger Geld für ein neues Rad auslegen wollen, als ein ambitionierter Amateurbiker, der auch mal bei dem einen oder anderen Radrennen starten möchte.

Allerdings sollte auch der "Sonntagsfahrer" eine gewisse Preisgrenze nicht unterschreiten, damit die gemütliche Wochenend-Ausfahrt nicht jedes mal in Frustration über das Rad und mit dem Griff in die heimischen Werkzeugkiste endet. Für ein solid ausgestattetes Fahrrad muß man zumindest 400 - 500 Euro auf die Ladentheke legen. Vermeintliche Sonderangebote zu unglaublichen Preisen, manchmal unterhalb der 200 Euro, sind im besten Fall schön anzusehen, aber sicher nicht als Fahrrad zu bezeichnen.

Die richtige Rahmenhöhe: Probefahren!

Hat man dann ein bestimmtes Modell ins Auge gefaßt, stellt sich die Frage nach der passenden Rahmenhöhe. Bei KTM werden die Rahmengrößen in Zentimeter angegeben und von der Mitte des Tretlagers bis zum oberen Ende des Sattelrohres gemessen.

Zur ungefähren Bestimmung der passenden Rahmenhöhe gibt es auf der Website von KTM ein kleines Tool (KTM Rahmengrößentabelle), mit dem man durch Eingabe der Körpergröße in etwa die passende Rahmengröße bestimmen kann.

Allerdings sollte man die so ermittelte Rahmenhöhe nur als Vorschlag und nicht als feste Vorgabe interpretieren. Schließlich sind die anatomischen Voraussetzungen individuell und nicht alle Personen mit 180 cm Körpergröße haben die gleiche Schrittlänge oder gleich lange Arme. Außerdem sind auch die persönlichen Präferenzen bezüglich der Größe des Rahmens unterschiedlich.

Deshalb sollte man unbedingt vor dem Kauf mit dem Fahrrad eine Probefahrt machen. Meist läßt sich schon nach ein paar Hundert Metern sagen, ob man sich auf dem Bike wohl fühlt oder nicht.

Fazit

Auch wenn beim Fahrradkauf oftmals eher subjektiv und sozusagen aus dem Bauch heraus entschieden wird kann es keinesfalls schaden sich schon vor dem Kauf einige Gedanken zu machen. So hat man sicher länger Freude am neuen Bike und kann sich später aufwändige Umrüst-Arbeiten ersparen.

Wissen Sie als Kunde schon vor dem Beratungsgespräch in groben Zügen, welches Fahrrad sie möchten, können wir Sie natürlich auch gezielter beraten und uns eingehender mit den Details beschäftigen.

Und bei der enormen Modell- und Variatenvielfalt die KTM anbietet, sollte es eigentlich kein Problem sein auch für Sie den passenden zweirädrigen Begleiter zu finden!

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